Jahrbuch 2022
2022 stand ganz im Zeichen des Ukrainekrieges, dessen Auswirkungen auch das Verbandsleben unserer Bauindustrie Ost maßgeblich beeinflusste.
Die Information zur Anwendung der Erlasse zur Stoffpreisgleitung infolge von Lieferengpässen und Baumaterialpreissteigerungen, die Öffentlichkeitsarbeit zu praktischen Fallstricken in der Anwendung gegenüber der Politik und öffentlichen Bauherren sowie der stetige innerverbandliche Dialog – der Ukrainekrieg hatte den BIVO und seine Mitgliedsunternehmen fest im Griff und beschäftigte die gesamte Branche über das tägliche Baugeschäft in 2022 hinaus.
Konjunkturell schien die ostdeutsche Bauwirtschaft zu Beginn des Jahres einen Erholungskurs von der pandemischen Lage einzuschlagen, wurde jedoch Ende Februar 2022 mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In Summe registrierte das ostdeutsche Bauhauptgewerbe in 2022 zwar hohe nominale Zugewinne beim Auftragseingang und eine Steigerung der Umsatzerlöse, diese statistischen Größen sind jedoch nicht preisbereinigt. Es wird nicht mehr, sondern lediglich teurer gebaut. Demnach legen die ostdeutschen Bauunternehmen mit Blick in die Zukunft die Stirn in Falten.
Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband mahnte der BIVO somit umso stärker an, dass das Investitionsniveau der öffentlichen Hand auf einem soliden Niveau gehalten werden muss und gewerkeübergreifend Förderprogramme zum Ankurbeln der Bautätigkeit ausreichend ausgestattet werden müssen. Neben den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine beschäftigten die ostdeutsche Bauwirtschaft 2022 natürlich weitere Themen, die im vorliegenden Jahrbuch zusammengefasst und illustriert sind. Außerdem werden die Aktivitäten und Positionen des Verbandes präsentiert.
Unser Dank gilt unseren Mitgliedsunternehmen sowie unseren Partnern, die uns im vergangenen Jahr unterstützt und begleitet haben. Gemeinsam wollen wir auch weiterhin für gute Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft kämpfen.
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