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Susann Stein

Politik und Kommunikation/ Pressesprecherin
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Bürokratiebelastung in der Bauwirtschaft

Ergebnisse

  • 82 % der befragten Unternehmen empfinden Bürokratie als zu hoch
  • 8 von 10 Unternehmen geben an, das die Bürokratiebelastung in den vergangenen 5 Jahren gestiegen ist
  • 65 % geben an, dass Bauabläufe und Bauausführungen durch Bürokratie behindert werden
  • 47 % empfinden den Marktzugang durch Bürokratie erschwert
  • 55 % der Unternehmen haben bereits aufgrund der bürokratischen Hürden Vorhaben oder Projekte nicht realisiert

Ausgewählte Ärgernisse

  • zu viele Dokumentations- und Nachweispflichten
  • zu lange  Bearbeitungszeiten
  • aufgeblähte Vergabeverfahren
  • unklare Zuständigkeiten
  • verschiedene Regelungen in den Bundesländern
  • zu wenige Online-Verfahren

Personellen Ressourcen

  • durch Bürokratiepflichten wird massiv Personal gebunden und für die tatsächlichen Aufgaben entzogen
  • 2017 widmeten sich im Verbandsgebiet etwa 17.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ausschließlich der Erledigung bürokratischer Aufgaben (kaufmännisch-technisches Personal: 13.000, gewerbliche Mitarbeiter: 4.000)
  • 2017 erledigten im deutschen Baugewerbe hochgerechnet 100.000 Arbeitnehmer ausschließlich vom Staat verlangte bürokratische Aufgaben

Finanzielle Ressourcen

  • Bürokratiekosten beliefen sich für deutsche Bauwirtschaft 2017 auf 9,6 Milliarden Euro
  • für das Bauhauptgewerbe in Ostdeutschland: 0,5 Mrd. Euro

Lösungsvorschläge

  • Bauindustrie plädiert für das Modell 3V:

V-erringerung

V-ereinfachung

V-ernetzung

1. Verringerung der Bürokratiepflichten

  • Senkung der Bürokratiekosten reicht als Bürokratiebekämpfung nicht aus
  • Online-Formulare sind erster Schritt, aber reichen nicht (kein Porto/keine Druckkosten)
  • Genehmigungsverfahren müssen per se hinterfragt und nachgebessert werden

2. Vereinfachung/Vereinheitlichung von Genehmigungsverfahren

  • Föderalismus führt dazu, dass es für die meistern Sachverhalten 16 verschiedene Anträge, Formulare oder Verfahren gibt
  • Vereinheitlichung nötig

3. Digitale Vernetzung der Behörden

  • es gibt zu viele Medienbrüche
  • Vorzüge der Digitalisierung werden beschnitten
  • Notwendig: Kooperation aller staatlichen Ebenen (Bund, Länder, Gemeinden, Ressorts der Verwaltungsebene
  • Forderung nach einem gemeinsamen Portal für alle Bundes-, Landes-, und Kommunalformulare

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