Brücken in Brandenburg: Modernisierung keine Kür, sondern Pflicht der Politik
Der Vizepräsident des Bauindustrieverbandes Ost e. V. (BIVO) Karsten Vollmer äußert sich zur heutigen Thematisierung der Brücken im Landtag Brandenburg:
„Funktionierende Straßen und Brücken sind die Lebensadern einer leistungsfähigen Wirtschaft. Die Auswirkungen der Brückensperrungen im sächsischen Bad Schandau und in einigen westdeutschen Bundesländern zeigen eindrucksvoll, wie stark Infrastrukturmängel das regionale Wirtschaftsleben beeinträchtigen können. Gleichzeitig sind gerade die Anforderungen an die Infrastruktur im Bereich der Schwerlast- und Wirtschaftsverkehre immens gestiegen. Verlängerte Fahrzeiten belasten daher nicht nur die Beschäftigten, sondern führen auch zu steigenden Transportkosten und somit zu gesteigerten Baukosten. Eine Sanierungsoffensive bei Brücken muss auf den Weg gebracht werden. Sanierungen sorgen nicht nur für einen effizienteren Verkehrsfluss, sie stärken auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Brandenburg und seine Kommunen müssen für einen adäquaten Einsatz der finanziellen Mittel einstehen: Die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur ist keine Kür, sondern die Pflicht der Politik.
Die Landesregierung ist aufgefordert, tragfähige Mehrheiten für dringend notwendige Infrastrukturinvestitionen zu schaffen. Die im Koalitionsvertrag festgelegte Überprüfung von Planungs- und Genehmigungsprozessen sowie von Ausbaustandards sind ein richtiger, aber auch längst überfälliger Schritt, um die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen erheblich zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen. Die brandenburgische Bauwirtschaft steht mit ausreichenden Leistungskapazitäten bereit, um die dringenden Infrastrukturprojekte zeitnah zu realisieren. Es liegt nun an der Politik, die Weichen für zügige Planungen und eine gesicherte Finanzierung zu stellen, schließlich stehen Brandenburgs wirtschaftliche Stabilität und Mobilität auf dem Spiel und weitere Verzögerungen in der Modernisierung der Infrastruktur können wir uns nicht leisten."
Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Potsdam, 26. Februar 2025
Zum Download: