Best-Bieter-Prinzip: Guter Auftakt für die Vergabereform
Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) begrüßt die Einführung des Best-Bieter-Prinzips bei öffentlichen Vergaben in Brandenburg. Künftig müssen bestimmte Eignungsnachweise nicht mehr von allen Unternehmen bereits mit dem Angebot eingereicht werden, sondern nur von Bietern mit tatsächlichen Zuschlagschancen. Damit werden Unternehmen und Vergabestellen von unnötigem Aufwand entlastet. BIVO-Hauptgeschäftsführer Dr. Robert Momberg erklärt:
„Die Einführung des Best-Bieter-Prinzips ist ein wichtiger und überfälliger Schritt. Warum sollen alle Bieter umfangreiche Nachweise vorlegen, wenn am Ende nur die aussichtsreichsten Unternehmen für den Zuschlag infrage kommen? Weniger unnötige Unterlagen bedeuten weniger Aufwand für Unternehmen und Vergabestellen und können Verfahren spürbar beschleunigen.
Der Bauindustrieverband Ost fordert das Best-Bieter-Prinzip nach dem Vorbild Sachsen-Anhalts bereits seit Langem und hat sich zuletzt auch in Berlin ausdrücklich dafür eingesetzt. Umso mehr begrüßen wir, dass Brandenburg diesen Ansatz nun umsetzt.
Im Koalitionsvertrag ist die Abschaffung des bisherigen Vergabegesetzes vorgesehen. Die Einführung des Best-Bieter-Prinzips kann deshalb nur der Anfang sein. Jetzt kommt es darauf an, dieses Versprechen konsequent umzusetzen und das Vergaberecht grundlegend zu vereinfachen. Das politische Ziel der Tariftreue ist dabei nachvollziehbar. Entscheidend wird in der Praxis sein, dass daraus keine zusätzlichen bürokratischen Belastungen entstehen.“
Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Potsdam, 25. August 2026
Weitere Informationen unter www.bauindustrie-ost.de
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