Sachsen: Nachhaltiges Bauen als Gemeinschaftsaufgabe begreifen
Der Präsident des Bauindustrieverbandes Ost e. V. (BIVO) Jörg Muschol äußert sich zur heutigen Aktuellen Stunde im Plenum des Sächsischen Landtages zum Thema "Zukunftschancen für den Freistaat nutzen – sächsische Bauwirtschaft jetzt klimaneutral und umweltfreundlich aufstellen":
„Als Stimme der ostdeutschen Bauindustrie begrüßen wir, dass die Nachhaltigkeitsbestrebungen unserer Branche auch im Parlament des Freistaats thematisiert werden. Die bauausführenden Unternehmen im Freistaat sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und beweisen dies unter anderem mit dem Einsatz von Recyclingbaustoffen oder auch der Entwicklung von innovativen Baustoffen wie Carbonbeton.
Gleichwohl baut die Branche nur das, was seitens des privaten und öffentlichen Aufraggebers gewollt und ausgeschrieben wird. Somit nehmen die gesetzgebenden Institutionen und die öffentlichen Bauverwaltungen eine entscheidende Rolle bei der Etablierung neuer Prozesse und Baustoffe ein. Es kommt auf die politischen Rahmenbedingungen an, nach denen regionale Deponien ausgewiesen, Förderanreize für ein Mehr an Nachhaltigkeit gesetzt und Vergabeverfahren grüner gestaltet werden müssen. Zudem bedarf es eines verlässlichen Planungshorizonts, damit nicht nur personelle Kapazitäten ausgebaut, sondern auch innerbetriebliche, nachhaltige Prozesse angestoßen werden können.
Der Bau ist, wie kaum ein anderer Sektor, durch das Zusammenspiel verschiedener Akteure geprägt. Eine erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeit ist daher nur im Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik möglich.“
Der Bauindustrieverband Ost e. V. vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Potsdam, 1. Februar 2023
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