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Daniel Anger

Ressortleiter Politik und Kommunikation
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Kamerun trifft Fürstenwalde

Guy Alain Toko (genannt Ben) und Dominique Mimb haben eine bewegte Zeit hinter sich. Wie sie von Kamerun über Marokko quer durch Europa nach Fürstenwalde gekommen sind und bei Bonava ein Zuhause gefunden haben, erzählen sie in unserer Verbandszeitschrift BiB.

 

 

Wie seid ihr beiden zu Bonava gekommen?

Wir beide spielen seit mehreren Jahren Fußball beim FSV Preußen Bad Saarow. Ein Mitspieler, der bei Bonava im Kundendienst arbeitet, hat uns angesprochen und gefragt, ob wir in der Bauwirtschaft arbeiten wollen. Da haben wir nicht lange überlegt und zugesagt.

... und wie ging es weiter?

Erfahrungen auf Baustellen hatten wir keine und haben erst einmal für acht Monate bei Bonava ein Praktikum als Einstieg gemacht. Zu Beginn hatten wir Angst, weil wir nicht gut Deutsch sprechen konnten. Aber alle Mitarbeiter waren sehr freundlich zu uns und wir konnten viel lernen. Am ersten Tag durften wir einen Minikran bedienen. Das war sehr aufregend. In Kamerun arbeiten wir nicht mit so vielen Geräten. (beide lachen)

Was ist nach den acht Monaten passiert?

Wir haben die Chance bekommen, eine Ausbildung als Hochbaufacharbeiter anzufangen. Im Rahmen des fachbezogenen Stützunterrichts der Ausbildung haben wir Deutsch an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) in Frankfurt (Oder) gelernt. Im Vorfeld hatten wir schon einen Deutschkurs bei der Caritas, damit wir uns besser verständigen können. Das war nicht immer einfach.
Einige Prüfungen mussten wir wiederholen. Wir haben gekämpft und mit Unterstützung von Bonava hat das aber am Ende geklappt. Darüber sind wir sehr glücklich.

Zudem konntet ihr euch gegenseitig unterstützen und zusammen lernen. Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Wir haben uns schon auf der Flucht kennengelernt. Von Marokko sind wir zusammen über Barcelona, Frankreich und Belgien nach Dortmund gekommen, um in Deutschland Asyl zu beantragen. Nach einem weiteren Transfer nach Eisenhüttenstadt sind wir seit 2014 in Fürstenwalde.

... und jetzt habt ihr fünf Jahre später euren Gesellenbrief in der Tasche und arbeitet gemeinsam bei Bonava. Was wünscht ihr euch für Eure Zukunft?

Wir wollen eine Familie haben und weiter konzentriert bei der Arbeit bleiben. Das ist sehr wichtig für unsere Zukunft und unseren Status. Wir hoffen, weiter in Deutschland bleiben zu dürfen. Derzeit bekommen wir von der Ausländerbehörde Verlängerungen unserer Aufenthaltsgenehmigungen von drei bis sechs Monaten, keine permanente Bleibeerlaubnis. Bonava und Deutschland sind wir sehr dankbar, dass wir hier die Chance bekommen haben, eine Ausbildung zu machen und unsere Zukunft zu gestalten.

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