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Daniel Anger

Ressortleiter Politik und Kommunikation
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3 Fragen an ...

Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit

Foto: © Bundesagentur für Arbeit

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Die Corona-Krise hat Deutschland hart getroffen. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf den brandenburgischen Arbeitsmarkt insgesamt?

Der Brandenburger Arbeitsmarkt ist besser als beispielsweise der Berliner durch die Corona-Krise gekommen. Das liegt an der ausgewogeneren Wirtschaftsstruktur des Landes. Nicht überraschend waren die Arbeitslosenzahlen mit den Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2020 gestiegen. Dieser Trend hat sich aber wieder gedreht. Im August 2021 waren in Brandenburg knapp 75.500 Menschen ohne Arbeit. Das waren 10.600 weniger als im August 2020. Wir nähern uns damit zügig dem Niveau vor Corona. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2021 erstmals seit April 2020 wieder unter 6 Prozent.

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Welche langfristigen Folgen wird die Krise auf den Ausbildungsmarkt und die Fachkräftesicherung in der Bauwirtschaft haben?

Fachkräfte werden in Brandenburg in vielen Branchen gesucht, auch im Baubereich. Im August 2021 lag die Zahl der freien Stellen im Baugewerbe über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Die Fachkräftesicherung ist eines der großen Zukunftsthemen. Im Brandenburger Bau wird in den nächsten zehn Jahren etwa jeder vierte Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Auch um die Auszubildenden gibt es einen Wettbewerb. Im Brandenburger Hoch- und Tiefbau gibt es fast doppelt so viele Ausbildungsstellen wie Bewerber, der Bedarf ist also höher als das Angebot. In fast allen Branchen müssen sich Unternehmen mehr denn je überlegen, wie sie für ihre Mitarbeiter attraktiv sein können.

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Welche Rolle wird die brandenburgische Bauwirtschaft für die konjunkturelle Erholung des Landes spielen?

Die gestiegenen Materialpreise und Lieferengpässe haben etwas die Aussichten getrübt und führten zu Unsicherheiten. Dessen ungeachtet wird die Baubranche perspektivisch eine Stütze der Konjunktur im Lande bleiben. Der Aufholprozess bei der Überwindung der Corona-Folgen wird sich sowohl in der Baubranche niederschlagen als auch von ihr getragen werden. Neben dem Wohnungsbau, Wirtschafts- und öffentlichen Bau werden auch Maßnahmen gegen den Klimawandel der Bauwirtschaft neue Aufträge bescheren.

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