Mehr Tempo für den Wohnungsbau: Bauwirtschaft diskutiert mit Kai Wegner auf Spandauer Großbaustelle
Auf Initiative des Bauindustrieverbandes Ost e. V. (BIVO) traf sich am 2. März 2026 die Berliner und Brandenburger Bauwirtschaft mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, zu einem baupolitischen Frühstück auf der Baustelle WATERKANT in Berlin-Spandau. Bei diesem zukunftsorientierten Bauprojekt entsteht am östlichen Ufer der Oberhavel ein neuer Stadtteil mit rund 2.500 Wohnungen, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen sowie sozialen Infrastrukturen wie Kindertagesstätten — überwiegend realisiert für bezahlbares Wohnen direkt am Wasser, welches im Auftrag des landeseigenen Wohnungsbauunternehmen Gewobag umgesetzt wird.
Zu den Ergebnissen des Austauschs erklärten:
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Berlin braucht mehr bezahlbaren Wohnraum. Das Quartier WATERKANT zeigt, dass serielles Bauen ein zentraler Hebel ist, um schneller und kostengünstiger neuen Wohnraum in unserer Stadt zu schaffen. Genau deshalb haben wir die Bauordnung reformiert, das Schneller Bauen Gesetz beschlossen und treiben jetzt die Initiative ‚EinfachBauenBerlin‘ voran. Wir sorgen für verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in unserer Stadt. Klar ist aber auch: Die Trendwende auf dem Wohnungsmarkt in Berlin gelingt nur, wenn Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft an einem Strang ziehen.“
Marcus Becker, Vizepräsident des Bauindustrieverbandes Ost: „Die Wohnungsbauunternehmen des Bauindustrieverbandes suchen in Berlin dringend nach Aufträgen. Die anhaltenden Diskussionen über Mietpreisbremse und die Enteignung großer Wohnungsbestände führen dazu, dass private und institutionelle Investoren zunehmend einen großen Bogen um den Standort Berlin machen und damit den dringend benötigten Neubau ausbremsen. Wir begrüßen ausdrücklich die Investitionen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und Projekte wie WATERKANT. So wichtig diese Impulse sind, allein werden die öffentlichen Unternehmen den Mangel an Mietwohnungen nicht beheben können. Berlin braucht wieder ein investitionsfreundliches Klima und verlässliche Rahmenbedingungen, damit privates Kapital zurückkehrt und der Wohnungsbau spürbar Fahrt aufnimmt.“
Justin Schrobsdorff, Vorstandsmitglied der Schrobsdorff Bau AG: „Als eines der führenden Bauunternehmen in Berlin bringen wir unser fachliches Know-how regelmäßig in politische Entscheidungsprozesse ein. Das Quartier WATERKANT, das wir im Auftrag der Gewobag Wohnungsbau AG weitgehend eigenständig realisiert haben, steht exemplarisch für eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung. Der Einsatz serieller Bauprozesse verkürzt nicht nur die Bauzeiten, sondern erhöht zugleich die Planungs- und Ausführungssicherheit. Materialeinsatz, Logistik und Qualitätssicherung lassen sich dadurch deutlich präziser steuern und nachhaltiger organisieren. Wirtschaftliche Effizienz und städtebauliche Qualität sind dabei kein Widerspruch – im Gegenteil: Sie ergänzen sich sinnvoll und schaffen die Grundlage für zukunftsfähige Quartiersentwicklung.“
Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Potsdam, 2. März 2026
Weitere Informationen zum Bauprojekt WATERKANT: www.bit.ly/waterkant-presse
© Schrobsdorff Bau AG / Konstantin Gastmann
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