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Daniel Anger

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Baupraxis: Von der Urangewinnung zur Sanierung und Rekultivierung von Landstrichen

Als Bergbauunternehmen entwickelte sich die Wismut AG zwischen 1946 und 1990 zum weltweit viertgrößten Produzenten von Uran. Das an Standorten in Sachsen und Thüringen geförderte und aufbereitete Uran war dabei die Rohstoffbasis der sowjetischen Atomindustrie. Mit Zusammenbruch der Sowjetunion ist das Nachfolgeunternehmen Wismut GmbH in Bundesbesitz mit der Sanierung und Rekultivierung der Hinterlassenschaften des Wismut-Bergbaus betraut.

Einen aktiven Beitrag leistet hierzu das Unternehmen TS BAU GmbH, das die Ausschreibung zum Bau einer Wasserbehandlungsanlage im Zwickauer Stadtteil Crossen für sich entscheiden konnte. Seit Juli 2019 arbeitet das Unternehmen an dem Projekt mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 3,5 Mio. Euro. Den Rohbau führt TS BAU selbst durch und realisiert die restlichen Arbeiten mit mehreren Nachunternehmern. Bauabschluss des gesamten Loses ist für Juli 2020 vorgesehen. Die Wasserbehandlungsanlage wird eine bereits bestehende Anlage ersetzen und neue Kapazitäten schaffen. Auf dem Areal in Crossen wird Oberflächenwasser in Rigolen gesammelt, durch eine Wasseraufbereitung geführt und von Uran, Arsen sowie Radium-226 befreit. Das gereinigte Wasser wird final der Mulde als Nebenfluss der Elbe zugeführt. Das anspruchsvolle Projekt umfasst einen gesplitteten Stahlbeton-Hallenbau, welcher zu einem Viertel aus Stahlbeton-Halle und drei Viertel aus StahlHalle besteht. Dieser bildet die Grundlage für die einzubringenden Behälter. Die entstehende Wasserbehandlungsanlage wird jährlich 0,3 – 0,5 Mio. Kubikmeter durchleiten.

TS Bau GmbH

Die TS BAU GmbH besteht mit ihren heutigen Standorten in Jena und Riesa bereits seit Anfang der 90er Jahre und ist in allen wichtigen Wirtschaftsräumen der alten und neuen Bundesländer tätig. An Sparten bedient das Unternehmen die Bereiche Straßen- und Tiefbau, Gleisbau, Hoch- und Industriebau, Abbruch und Recycling sowie schlüsselfertige, bereichsübergreifende Projekte. Während in der Niederlassung Riesa 190 Fachkräfte arbeiten, sind in Jena 140 Personen tätig.

 

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