Screenshot of Music Academy

Hans Allner

Referent Politik und Kommunikation
+49 341 33637-36 |

Bildungswege: Gelebtes Familienunternehmen im Vogtland

Die Sächsische Mitgliedsfirma Hoch- und Tiefbau Reichenbach GmbH ist ein regionales Familienunternehmen. Mit diesem Slogan werben viele Betriebe – im Vogtland wird es aber zu 100 Prozent gelebt. Das beweisen im Interview Sebastian und Nino Lindenlaub, Vater und Sohn, die als Polier und Auszubildender ihre Heimat im selben Betrieb gefunden haben.

 

Diesen und viele weitere spannende Artikel finden Sie in der Ausgabe 04/2022 der "Bau im Blick".

__________________________________________________________________________________________________________________________________

Nino, wie bist du zur Bauwirtschaft gekommen? Aus freien Stücken oder hatte dein Vater Mitspracherecht?

Nino Lindenlaub (lacht): Die Entscheidung durfte ich schon allein treffen. Ich habe aber als Kind meinen Vater mit der Arbeitskleidung von HT Reichenbach gesehen und mitbekommen, an welchen Projekten er in der Region mitgearbeitet hat. Das prägt dann auch bei der Berufswahl.

Sie sind dann sicher voller Stolz gewesen, oder Herr Lindenlaub?

Sebastian Lindenlaub: Das kann man wohl sagen. Zuhause hatten wir nach dem Schulabschluss miteinander gesprochen und auch überlegt, was ein Job mit Zukunft ist. Ich konnte von meinem Berufsweg berichten. 1999 als Auszubildender im Straßenbau gestartet, bin ich heute Polier und im Unternehmen aufgestiegen. Mit über 23 Jahren im Betrieb konnte ich meinem Sohn die Ausbildung in der Bauwirtschaft und im Speziellen bei
HT Reichenbach nur wärmstens empfehlen.

... und dann war die Tinte auf dem Lehrvertrag schon trocken?

Nino Lindenlaub: Nicht ganz. Aufgrund der Corona-Pandemie sind alle Schulpraktika ausgefallen. Ich wollte aber noch einen Einblick in die Praxis erhalten und habe vor der Ausbildung im Sommer noch ein Praktikum bei HT Reichenbach absolviert. Im Anschluss freute ich mich umso mehr über die beginnende Ausbildung zum Straßenbauer.

Herr Lindenlaub, wie sind Sie 1999 zur Bauwirtschaft gekommen? Waren Sie auch familiär vorgeprägt?

Sebastian Lindenlaub: Kurz vor der Jahrtausendwende gab es noch einen anderen Arbeitsmarkt und man war froh, eine Lehrstelle bekommen zu haben. Eine Ausbildung im Büro fand ich nicht interessant und auch ein „Mopedschrauber“ war ich nie. Ein Freund brachte mich zur Bauwirtschaft und zum Straßenbau. Das fand ich spannend und bin bis heute dabeigeblieben – es schien die richtige Entscheidung gewesen zu sein.

Was unterscheidet die Ausbildung 1999 zur heutigen Lehre Ihres Sohnes?

Sebastian Lindenlaub: Die Grundlagen des Straßenbaus sind sicher gleichgeblieben. Gleichzeitig schreitet jedoch die Technik voran. Früher haben wir noch mit einer Schlauchwaage gearbeitet. Von GPS war damals keine Rede. Mich freut zudem, dass mein Sohn schon in der Ausbildung einen Geräteschein machen konnte.

Nino Lindenlaub: Unsere Ausbilder zeigten uns viele technologische Neuheiten und erklärten auch die Unterschiede zu früheren Arbeitsweisen. Da hat sich viel getan. Die Annahme, dass die Arbeit auf Baustellen nichts mit moderner Technik zu tun hat, ist definitiv falsch.

Mit den gemeinsamen Einblicken in die Praxis: Sollte die nächste Generation Lindenlaub ebenso in der Bauwirtschaft arbeiten?

Nino Lindenlaub (lacht): Das soll der potenzielle Nachwuchs am Ende selbst entscheiden. Die Baubranche und der Straßenbau werden aber sicher keine schlechte Wahl sein. Bei uns in der Firma arbeiten auch viele Gewerke zusammen, sodass man auch in viele Bereiche hineinschauen und sich entwickeln kann. Wenn wir eine Straße bauen, schließen wir manchmal eine Brücke an und verlegen sogar Wasserleitungen – so sind wir schnell im Ingenieur- und Kanalbau.

Sebastian Lindenlaub: Da blicken wir ja sehr weit in die Zukunft. Was man mit Sicherheit sagen kann ist, dass immer Bedarf an Bauleistungen da ist. Als Firma arbeiten wir heute an der Sanierung von Straßen, die wir selbst vor 20 Jahren gebaut haben. Das ist der Lauf der Dinge.

Herzlichen Dank für das Interview!

_______________________________________________________

Weitere Informationen zu Hoch- und Tiefbau Reichenbach GmbH:

Geschäftsführer:
Ingolf Nöbel

Tel.: 03765 7888-0
E-Mail: info@ht-reichenbach.de

Hoch- und Tiefbau Reichenbach GmbH
Friedensstraße 43
08468 Reichenbach

www.ht-reichenbach.de

 

Weitere Informationen zu Bau Bildung Sachsen e.V. - ÜAZ Dresden:

Team Berufsorientierung, Nachwuchsgewinnung

Tel.: 0351 20272-28
E-Mail: bo-dresden@bau-bildung.de

Bau Bildung Sachsen e. V.
ÜAZ Dresden
Neuländer Straße 29
01129 Dresden

www.bau-bildung.de


Zum Download:


Veröffentlicht am:

Zurück

Weitere Artikel