Mehr als nur Recruiting
Ein gutes Gehalt, geregelte Arbeitszeiten und vielseitige Mitarbeiter-Benefits sind heutzutage wichtige Faktoren, die Bewerberinnen und Bewerber bei der Entscheidung für ein Ausbildungsunternehmen in Betracht ziehen. Daneben gewinnen immaterielle Aspekte wie die Werte des Unternehmens und der Umgang miteinander zunehmend an Bedeutung.
Gemeinsam mit Patrick Wagner, dem kaufmännischen Geschäftsführer, und Julia von Mandel, der Leiterin Marketing & Recruiting, haben wir über die Ausbildungsarbeit bei OST BAU gesprochen. Wie sich das Unternehmen für eine langanhaltende Mitarbeiterbindung weit über den Prozess des Recruitings hinaus einsetzt und wie wichtig das Vorleben einer positiven Arbeitskultur ist, erfahren Sie im folgenden Interview.
Herr Wagner, welche Erfahrungen und Eindrücke konnten Sie bisher bei den jungen Auszubildenden gewinnen, die sich bei Ihrem Unternehmen beworben haben?
Patrick Wagner: Das Ausbildungsgeschäft ist vielseitiger geworden. Man ist nicht mehr nur Arbeitgeber, sondern auch Personalcoach. Es geht darum, Potenziale zu erkennen und Begeisterung zu wecken. Mit den neuen Technologien präsentiert sich die Bauindustrie heute innovativer, moderner und attraktiver denn je.
Stimmen Sie dem zu, Frau von Mandel?
Julia von Mandel: Es ist nach wie vor großes Potenzial für die Ausbildung unter den jungen Leuten vorhanden. Ich glaube, viele sind einfach nur von den unzähligen Möglichkeiten und der Masse an Berufen überfordert. Umso wichtiger ist es, dass man sich als Ausbildungsbetrieb abhebt und die Jugendlichen abholt.
Patrick Wagner: Für mich basiert eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf drei wesentlichen Säulen: dem mentalen Wohlbefinden, dem Beruf und dem Privatleben. Als Arbeitgeber müssen wir alle drei Bereiche verstehen und berücksichtigen, damit Menschen ihr Potenzial entfalten und Teams nachhaltig erfolgreich zusammenarbeiten können. Das gilt insbesondere für die junge Generation und unsere Auszubildenden.
Sie sind auch auf kleinen regionalen Messen unterwegs, um junge Menschen anzusprechen und für den Beruf zu begeistern. Wie etablieren Sie sich als Unternehmen noch?
Julia von Mandel: Wir sind viel in Schulen unterwegs, die ganz verschiedene Formate entwickelt haben, um den Jugendlichen die Berufsorientierung zu erleichtern. Eine Schule führt beispielsweise ein Speed-Dating mit Unternehmen durch, was sehr gut funktioniert. Letzte Woche erst haben wir Azubis mit an eine Schule genommen, die den Schülerinnen und Schülern dort ihre Ausbildung vorgestellt haben. Social Media nutzen wir auch, aber eher als unterstützende Maßnahme. Ohne den persönlichen Kontakt kommt man nicht weiter.
Man muss sich also als Unternehmen einen Namen machen und möglichst sichtbar sein?
Julia von Mandel: Genau! Wir haben einige große Partnerschaften, zum Beispiel mit dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Lok Stendal. Neben dem Sport ist uns Kinder- und Jugendarbeit auch unheimlich wichtig. Dazu unterstützen wir noch Kindergärten, Schulen und viele kleine Vereine in den Dörfern um Osterburg. Da merkt man erst mal, wie aktiv und ehrenamtlich engagiert die Mitarbeitenden sind.
Patrick Wagner: Wir haben letztes Jahr von unseren Mitarbeitenden Vorschläge für Spenden gesammelt. Insgesamt konnten wir an 35 Vereine und Organisationen jeweils 500 Euro verteilen. Da war alles dabei: Kindergärten, Tierschutzorganisationen, Schulfördervereine, Heimatvereine und noch vieles mehr. Alles Herzensprojekte. Damit leistet man nicht nur einen wertvollen Beitrag, sondern stärkt zugleich die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen.
Julia von Mandel: Recruiting ist ja nur die eine Seite. Nach einer erfolgreichen Einstellung muss man eine Verbindung zum Arbeitnehmer aufbauen und beibehalten. Das leben wir bereits in der Ausbildungszeit vor.
Es scheint, als stünde das Zwischenmenschliche bei Ihnen stark im Vordergrund?
Patrick Wagner: Wertschätzung und eine offene Kommunikation prägen das Miteinander bei OST BAU sehr gut. Ich sage immer, dass die Auszubildenden bereits mit dem ersten Tag genau diese OST-BAU-DNA aufnehmen.
Ist das etwas, was in den letzten Jahren noch wichtiger geworden ist? Schätzen die jungen Auszubildenden gerade das?
Patrick Wagner: Auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden einzugehen, ist in den letzten Jahren noch wichtiger geworden. Gerade in einer Führungsrolle muss man authentisch sein, um die Menschen wirklich erreichen zu können. Deshalb leben wir eine offene Feedbackkultur, pflegen eine wertschätzende Kommunikation und treffen Entscheidungen transparent und nachvollziehbar. Vertrauen ist die Grundlage jeder erfolgreichen Zusammenarbeit. Es entsteht durch Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und kontinuierliche Kommunikation – und ist aus meiner Sicht häufig wichtiger als finanzielle Anreize. Zukunft braucht Vertrauen. Deshalb investieren wir jeden Tag in genau dieses Vertrauen.
Diese Einstellung scheint sich zu bewähren. Wir bedanken uns für dieses äußerst gelungene Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!
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