Innovative Lösungen für die Bauwelt: BIVO prämiert vier Abschlussarbeiten
Auch in diesem Jahr hat der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vier herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Bauingenieurwesen und Architektur mit dem Preis der Ostdeutschen Bauindustrie ausgezeichnet. Bereits seit 2004 wird die Auszeichnung vergeben, um ein starkes Zeichen für die Bedeutung der akademischen Nachwuchsgewinnung in der Bauwirtschaft zu setzen. BIVO-Präsident Jörg Muschol erklärt hierzu:
„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass die Zukunft des Bauens nicht erst morgen beginnt, sondern bereits heute an unseren Hochschulen entwickelt wird. Ob ressourcenschonender Straßenbau, innovative Tragwerkslösungen, die Umnutzung ehemaliger Industriestandorte oder die Neugestaltung urbaner Räume – die Preisträgerinnen und Preisträger liefern konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Für die Bauwirtschaft in Ostdeutschland sind solche Ideen und die Menschen dahinter unverzichtbar.
Im Bereich Bauingenieurwesen ging der Hauptpreis an Tanja Stoll (TU Dresden). Sie untersuchte die Lagerungsfähigkeit temperaturabgesenkter Asphalte, indem sie den Einfluss unterschiedlicher Lagerungszeiten auf die Verarbeitbarkeit und die Materialeigenschaften dieser analysierte. Die hochaktuelle Arbeit beschäftigt sich mit den neuen Anforderungen an die Baupraxis. Der Sonderpreis wurde an Anna Reichel (TU Dresden) für ihre Forschung zur Ermüdungssicherheit von Verbunddübelleisten in Klothoidenform in Querrichtung vergeben. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Erschließung der eher neuen Stahl-Stahlbetonbauweise.
Alexander Ostrovskis und Leo Dinkelacker (HTWK Leipzig) erhielten für ihre Gemeinschaftsarbeit über ein Transformationskonzept zur Nachnutzung der sächsischen Spinnmühlen den Hauptpreis im Bereich Architektur. Die beiden legten dar, wie alte Fabrikensemble zum Indoor-Farming verwendet werden können. Das Konzept lässt sich auf viele frühere Industrieregionen übertragen, deren Fabrikgebäude heute ohne Nutzen verkommen. Der Sonderpreis im Bereich Architektur ging an Luzie Dörfelt (TU Dresden), die in ihrer Arbeit eine konzeptionelle Umstrukturierung des Straßenraums der St. Petersburger Straße in Dresden erarbeitete und damit eine spannende Zukunftsvision erschuf.
Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Potsdam, 8. Juni 2026
Preis der Ostdeutschen Bauindustrie
Bildunterschrift:
Bild v. l. n. r.: Dr. Robert Momberg (BIVO-Hauptgeschäftsführer), Baupreisjurymitglied Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig), Regina Kraushaar (Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung), Leo Dinkelacker und Alexander Ostrovskis (HTWK Leipzig - Hauptpreisgewinner Architektur), Luzie Dörfelt (TU Dresden - Sonderpreisgewinnerin Architektur), Anna Reichel (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Tanja Stoll (TU Dresden – Hauptpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Jörg Muschol (BIVO-Präsident), Baupreisjurymitglied Peter Weber (Atelier Schmelzer Weber Architekten PartGmbB), Prof. Dipl.-Ing. Dorothea Becker (Betreuerin Architektur HTWK Leipzig), Dr.-Ing. Christiane Weise (Betreuerin Bauingenieurwesen TU Dresden).
Bild Copyright: Marcus Hartelt
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